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Mehr als 350 Darstellerinnen und Darsteller aus ganz Europa zeigen ihr Können live beim Handwerken, Kochen, Kämpfen, Exerzieren und Musizieren in Deutschlands größtem archäologischen Freilichtmuseum. Legionäre und Gladiatoren, aber auch Handwerker und Händler aller Art, Astronomen, Köche, Schreiber und viele mehr bieten Archäologie zum Zuschauen, Anfassen und Ausprobieren mit allen Sinnen. Wer etwas über Kräuter oder Mode in der Antike erfahren möchte, kommt genauso auf seine Kosten wie die Freunde der antiken Ingenieurskunst. Zur Stärkung laden Garküchen am Wegesrand ein, während Truppenparaden, Reiterspiele und die Gladiatorenkämpfe Unterhaltung mit hohem Informationsgehalt im XXL-Format bieten. Was man in Büchern nur lesen kann, wird hier in überwältigender Fülle erlebbar. Erleben Sie Forschung und Geschichte live!
Kinder „Schwerter, Brot und Spiele" soll ein wahres Fest besonders für die Kinder sein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bieten für sie viele kostenlose Mitmachaktionen und Spiele an. Bei den Handwerkern wird geschmiedet, gemeißelt und geschnitzt, bei den Legionen können die Nachwuchsrömer durchs Lager stöbern, ein Kettenhemd überziehen und das Mini-Katapult ausprobieren. Wer Glück hat, darf sogar einmal bei einem der Reiter aufsitzen. Spannender kann ein Museumsbesuch kaum sein.
Experimentelle Archäologie Bei „Schwerter, Brot und Spiele" erleben Sie keine Schauspieler, Kostüme oder Theater. Fragwürdige Wagenrennen und strahlende Helden überlassen wir Hollywood. Alle Akteurinnen und Akteure tragen einen Teil zur Experimentellen Archäologie bei, indem sie ihre Ausstattung möglichst originalgetreu herstellen und im praktischen Einsatz testen. Mit jahrelang erworbenem Fachwissen und Leidenschaft für die lebendige Antike haben sie vieles zu erzählen. Daneben ist eine Reihe ausgewiesener Fachleute am Werk, 2007 etwa die Archäologen der Universität Köln bei der Ausgrabung eines Scheiterhaufens, die Bauforscher des APX beim Lehmbau oder die Spezialistin für antike Musik mit dem Nachbau einer römischen Wasserorgel. Die Teilnehmer freuen sich auf Ihre Fragen und besonders auf die Neugier der Kinder.
Händler und Handwerker Die Bevölkerung der römischen Stadt bestand zu großen Teilen aus Handwerkern und Händlern. In den Straßen wechselten Schmiede mit Knochenschnitzern, Tuchverkäufer mit Steinmetzen, Schuster mit Fleischern und Gewürzhändler mit Malern. Den einen können Sie bei der Arbeit über die Schulter schauen, mit den anderen können Sie feilschen. Gelegenheiten, handgefertigte Souvenirs zu erwerben oder selbst einmal Hand anzulegen, gibt es reichlich. Dazwischen bieten Garküchen allerhand raffinierte Gaumenschmeichler à la Apicius.
Militär Mehrere große Militärgruppen schlagen während des Römerfestes ihre Zelte im APX auf. In ihren Marschlagern präsentieren sie den friedlichen Alltag der Legionen an der Reichsgrenze. Aber mehrfach täglich demonstriert die römische Armee ihre Stärke: Wenn die Legionäre die Schildkröte bilden oder in Angriffsformation vorrücken, sollte man sich ihnen lieber nicht entgegenstellen. Schießübungen mit Pfeilgeschützen und großkalibrigen Katapulten zeigen die Durchschlagskraft der ausgeklügelten antiken Waffentechnik. Ein besonderer Höhepunkt sind die Vorführungen der römischen Reiter in ihren schimmernden Paraderüstungen.
Gladiatoren Die Vorführungen der Gladiatoren sind ein Spektakel – allerdings auch etwas fragwürdig heutzutage, finden Sie nicht? Zum Glück sind die Zeiten der grausamen Kämpfe in der Arena lange vorbei. Den Römern mit den Moralvorstellungen ihrer Zeit dienten die Kämpfe zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Zugleich waren die „Spiele" eine Art Sport: Nur bestimmte Gladiatoren kämpften gegeneinander, und alle mussten strenge Regeln befolgen. Dies wollen wir zeigen, ohne dass die Unterhaltung zu kurz kommt. Geleitet und moderiert werden die Vorführungen von einem der führenden Historiker auf dem Gebiet der Gladiatur. Weil die Kämpfe nicht choreographiert sind, nehmen die Akteure manchen blauen Fleck in Kauf. Dieses Spektakel lassen wir uns gerne gefallen – und die Gladiatoren natürlich auch.
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